2007 Erweiterung Wittmann Möbelwerkstätten in ORTE-Architekturnetzwerk NÃĖ

Erweiterung Wittmann Möbelwerkstätten

Beitrag von ORTE

Hinter den beiden zweigeschoßigen Straßentrakten unterschiedlichen Alters, die für Büros genutzt werden, dehnen sich großflächig die von Johannes Spalt über die Jahrzehnte geplanten eingeschoßigen Produktionshallen, die immer weiter in die Tiefe des Grundstücks hinein wuchsen. Im hinteren Drittel weicht ihre orthogonale Ordnung um zirka 15 Winkelgrade von der bisherigen Richtung ab. Der Neubau setzt an dieser Schlüsselstelle an, bildet einen – bloß optischen – Abschluss der betriebsinternen Zufahrt und leitet mit weich geschwungener Fassade über zum Ladehof, der damit von der Straße her den Blicken entzogen ist. Im vorderen Teil des Neubaus sind zusätzliche Produktionsräume der Tapeziererei untergebracht, während dahinter die Manipulationsbereiche der An- und Auslieferung liegen. Die Fassade des Neubaus besteht aus Glasprofilen mit eingelegter, transluzenter Wärmedämmung, unterbrochen von schmalhohen Ausblicks- und Lüftungsfenstern. Innen ist die einfache Konstruktion aus Stahlprofilen und einem Trapezblechdach sichtbar belassen, ebenso die Installationen für Strom und Klimatechnik, die damit zugleich leicht veränderten Produktionsabläufen angepasst werden können. Der Zubau umfasst ungefähr ein Sechstel der Gesamtfläche, als neuer Akzent setzt er jedoch vor allem im Binnenbereich starke neue, zeitgenössische Impulse. Walter Zschokke

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Rüdiger Leiner